Härten und Vergüten
Härten ist ein zähes Geschäft
Härten und Vergüten bei Haupt:
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Härten ist auch ….
… ein zähes Geschäft!
HÄRTEN
Das wichtigste Wärme-Härtungsverfahren ist die Umwandlungshärtung, bei der sich das Kristallgitter im Außenbereich des Werkstücks beim Abschrecken von Austenit in den hart-spröden, feinnadeligen Martensit umwandelt.
In einem zweiten Schritt, dem sogenannten Anlassen, reduzieren wir die Härte und stellen die gewünschten Gebrauchseigenschaften (Härte, Zugfestigkeit und Zähigkeit) des Stahls ein. Dabei erwärmen wir den Stahl, je nach Legierungsanteilen und gewünschten Eigenschaften, nochmals. Dadurch entsteht dann die gewünschte Gebrauchshärte.
Je höher die Anlasstemperatur, desto geringer wird die Härte. Dafür nimmt die Zähigkeit zu. Das Anlassen wird je nach Gehalt an Legierungselementen und Kohlenstoff im Temperaturbereich von 100-350 °C, bei hochlegierten Stählen bis 600 °C durchgeführt.
Den kombinierten Vorgang des Härtens und des Anlassens nennt man ebenfalls Härten.
VERGÜTEN
Das Vergüten von Stählen, das Härten und nachfolgende Anlassen im oberen möglichen Temperaturbereich, dient uns dazu, um bei gegebener Zugfestigkeit gute Zähigkeitseigenschaften zu erreichen.
Die höchste Zähigkeit wird erreicht, wenn das Härtegefüge aus Martensit besteht, was jedoch bei größeren Querschnitten nur bedingt möglich ist.
Die Auswahl geeigneter Vergütungsstähle mit befriedigender Härtbarkeit muss sich also nach der Werkstückgröße richten.
